Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik

Die Zukunft ist jetzt: Endlich ein universeller Zustandsschätzer für Hochvoltbatterien

10.03.2026|09:12 Uhr

v.l.: S. Kremzow-Tennie, H. Fechtner, D. Buch, C. Denker, M. Schmidt, F. Pautzke, B. Schmülling, J. T. Brüggemann, T. Scholz, A. Mader und N. Hartl

Auftaktprojekt „UniZuB - Universeller Zustandsschätzer für Hochvoltbatterien auf Basis der digitalen Plattform Battery Cloud“ erfolgreich abgeschlossen.


Das interdisziplinäre Projektkonsortium aus Forschungseinrichtungen (Bergische Universität Wuppertal – Lehrstuhl für Elektromobilität und Energiespeichersysteme; Hochschule Bochum – Institut für Elektromobilität; Neue Effizienz gGmbH), Verwertungsunternehmen (AWG Wuppertal) sowie Soft- und Hardwareentwicklern (AVL DiTEST GmbH; Zweidenker GmbH) hat das dreijährige Projekt UniZuB erfolgreich beendet.

Ziel war es, eine Grundlage zu schaffen, zur späteren Realisierung eines alltagstauglichen und serienmäßig herstellbaren Zustandsschätzers zur zuverlässigen Bewertung von Hochvoltbatterien aus Elektrofahrzeugen über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Im Mittelpunkt standen Laborversuche, Simulationen und die digitale Abbildung in einer Battery Cloud. So konnte ein Diagnoseansatz geschaffen werden, der den Gesundheitszustand (State of Health, SOH) von HV-Batterien präzise bestimmt und eine schnelle Einschätzung ermöglicht – von der Mobilität in intakten und verunfallten Fahrzeugen über ein mögliches Second-Life (z.B. in Batteriespeichern zur Stabilisierung der elektrischen Versorgungsnetze) bis hin zum Recycling. 

Der Forderung nach einer nachhaltigen Wertschöpfungskette zur Förderung der Kreislaufwirtschaft insbesondere in Deutschland und der EU, konnte damit ein wertvoller Beitrag geleistet werden. Gemeinsam wurden praxisnahe Testverfahren und digitale Modelle entwickelt, die künftig die Arbeit von Werkstätten, Abschleppdiensten und Recyclingbetrieben erheblich erleichtern können.

Das Projektvolumen betrug insgesamt rund 1,3 Millionen Euro, davon wurden 805.000 Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Hier geht es zum Erklärungsvideo der “Neue Effizienz” 

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